Die Deutsche Orientbank wurde 1905 von der Dresdner Bank, dem A. Schaaffhausen’scher Bankverein und der Nationalbank für Deutschland gegründet, unter massgeblicher Beteiligung von Eugen Gutmann (Gründer der Dresdner Bank) und seinem Sohn Herbert M. Gutmann. Letzter sammelte u.a. Islamische Kunst und liess das sog. Arabicum in der Villa in Potsdam einbauen.
"Ein neuer, größerer Grundstein zur Förderung der deutsch-türkischen Handelsbeziehungen wurde zu Beginn des Jahres 1906 durch die Gründung der schon wiederholt erwähnten Deutschen Orientbank gelegt. Sie ging hervor aus der zwei Jahre zuvor von der Nationalbank für Deutschland und der Banque nationale de Grèce errichteten Banque d'Orient. So gut sich auch anfänglich die in dieser Bank vereinigten deutschen und griechischen Interessen zu vertragen schienen, so zeigte sich doch bald, daß dies auf die Dauer nicht möglich sein würde. Infolgedessen entschloß man sich Ende des Jahres 1905 die Tätigkeit der Banque d'Orient mehr auf ihre griechische Interessensphäre zu konzentrieren und für die Länder am Mittelmeer ein Bankinstitut von rein deutschem Charakter zu gründen.
Demgemäß wurde von der Nationalbank für Deutschland, der Dresdener Bank und dem A. Schaaffhausen-schen Bankverein die Deutsche Orientbank (Aktienkapital von 16 Mill. Mk.) errichtet. Mit der Bank d’Orient wurden freundschaftliche Vereinbarungen wegen des Vorgehens im Orient getroffen; die in Hamburg und Konstantinopel bestehenden Niederlassungen der Banque d'Orient übernahm die Deutsche Orientbank."
Quelle: Hoffmann-Halle, Walter, ‘Deutsche Banken in Der Türkei’, Weltwirtschaftliches Archiv, 6 (1915), pp. 410–21
Hier werden zunächst einige zufällig entdeckte Photographien eines jungen Angestellten der Deutschen Orientbank, Carl Sasse, aufgenommen 1913 in Aleppo, Osmanischen Reich (heute Syrien), gezeigt.






































